Nikitin Material / Uniwürfel

Hoch hinaus geht es mit den Uniwürfeln, in die dritte Dimension. Mit ihnen erobern schon kleine Kinder den dreidimensionalen Raum.
Wem gelingt ein „Bauwerk“, das rundherum nur blau ist? Was auf den ersten Blick einfach erscheint, erweist sich beim Ausprobieren oft als ziemlich kniffelig. Mit den roten, blauen und gelben Seiten der Holzwürfel werden immer neue Figuren gebaut. Ältere Kinder erkennen schnell, dass keiner der 27 Würfel den anderen genau gleicht. Die schwierigeren Spielvorlagen sind auch für Erwachsene oft eine ebenso spannende wie lehrreiche Herausforderung.
Konzentriertes Beobachten und der richtige Dreh führen zum Erfolg.
Trainiert die optische Differnzierung, Raumorientierung und schult gleichzeitig die Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedult.Inhalt: 27 Holzwürfel Vorlagenheft mit 47 Spielvorlagen.

Im Weltbild für CHF 50.90 zu kaufen.
 Von 3 Jahren bis 99 Jahren.
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Weshalb ein alleiniges Üben nicht ausreicht…

Es sind durchschnittlich 2 bis 3 Kinder in jeder Klasse, die trotz ausreichender Intelligenz und regelmässigem Schulbesuch keine ausreichende Kompetenz im Lesen und in der Rechtschreibung erreichen. Man nennt diese Kinder legasthen. Oft fühlen sich diese Kinder alleine, sie denken, sie sind weniger wert und unfähiger als ihre Mitschüler. Oft werden sie ausgegrenzt.

Dabei weiss man, dass Legasthenie eine genetische Veranlagung ist, die zwar die Lese- und Rechtschreibfähigkeit erheblich beeinträchtigt, dafür aber oft mit einer überdurchschnittlichen Intelligenz, kreativen und technischen Begabung einhergeht.

Der Legasthenie liegt eine differente Wahrnehmung im Bereich der Optik, Akustik und oder Raumlage zugrunde. In dem Fall verarbeitet das Kind die von den Augen und/oder Ohren aufgenommenen Reize im Gehirn anders und hat dadurch Schwierigkeiten beim Erlernen von Lesen und Schreiben.                                                                          Wenn das Kind nach stundenlangem Üben im Schreiben immer noch ganz viele Fehler macht und es ein Wort wieder und wieder falsch schreibt und die Fehler dabei immer abweichen, dann ist das ein typisches Bild der Legasthenie.

DEU Sprache Rechtschreibung

Das Kind schreibt in seiner differenten Wahrnehmung oft unbewusst nach dem Gehör. In der deutschen Sprache werden aber im Durchschnitt nur 4 von 10 Wörtern auch so geschrieben, wie sie gesprochen werden. Das bedeutet, Kinder mit Legasthenie „erfinden“ die Wörter immer wieder neu, dementsprechend kunterbunt ist dann auch ihre Rechtschreibung. Dies ist auch der Grund dafür, dass in einem längeren Aufsatz oder Diktat oft ein und dasselbe Wort in unterschiedlicher Schreibweise vorkommt und es dem Kind gar nicht auffällt. Auch wenn es zu Hause etliche Male geübt und richtig geschrieben wurde.

Legasthenie ist genetisch verursacht und die dadurch entstandene Abweichung im Bereich des Lesens und Schreibens kann somit nicht mit normalem Üben bewältigt werden!

Vielmehr muss das legasthene Kind gezielt in den Sinneswahrnehmungen trainiert werden und zwar in den Bereichen, in der die Legasthenie entsteht. Die Wahrnehmung ist nämlich  die Voraussetzung für das richtige Lesen und Schreiben. Alleiniges Üben an den Fehlern und ständiges Wiederholen von falsch geschriebenen Wörtern reicht nicht aus, eine Legasthenie zu verbessern, sondern führt meist nur zu Frustration, Angst und Enttäuschung!

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In der AFS-Methode nach Dr. Astrid Kopp-Duller wird dieser Umstand berücksichtigt. Sie liefert die Grundlage für ein individuelles Förderprogramm. Zentral stehen die Steigerung der Aufmerksamkeit (Attention), die Schärfung der Sinneswahrnehmungen (Funktion) und ein persönlich abgestimmtes und gezieltes Training beim Lesen und Schreiben. (Symptom).

Bild: Spiegel.de/Legasthenie.at

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Die Wahrnehmungsschule

Bei ganz vielen legasthenen Kindern ist es so, dass sie Schwierigkeiten haben in der optischen Differzierung, Merkfähigkeit und Serialität. Diese sind jedoch auch die Basis für einen erfolgreichen Schriftspracherwerb.Bei der optischen Differnzierung geht es unteranderem darum, dass das Kind ähnlich aussehende Buchstaben (b-d-p-q, m-n-u, k-h, P-R-B, E-F, M-W) unterscheiden kann.

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Die optischen Merkfähigkeit, oder wie wir im Legasthenietraining sagen: das optisches Gedächtnis, ist die Voraussetzung, um sich Buchstaben und später auch ganze Wörter zu merken. Sie ist daher eine weitere Basisfähigkeit des Schriftspracherwerbs.
In der App: „Die Wahrnehmungsschule“ von Marc Sockel habe ich eine wunderbare Lernapp zu diesem Thema gefunden! Sie kann wunderbar in eine Trainingstunde eingebunden werden! Das Spielprinzip ist kinderleicht und es kann ohne Zeitdruck, Ablenkung durch Musik oder Eile trainiert werden.screen480x480

Es müssen Paare aus einer Gruppe verwechselnd ähnlicher Karten herausgefunden werden. Damit dies gelingt, müssen Unterschiede in  Form, Grösse Farbe, Richtung, Anzahl und Position genau beachtet werden.
Marc Sockel hat noch weitere Apps entwickelt, die ich Ihnen ganz sicher bald vorstellen werde, denn ich finde sie alle äusserst wertvoll!screen480x4802

Für 4 CHF können Sie Hier die App downloaden.

 

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Sinb Lehkasteniger dumm umb Fual? (Puls Sendung)

Wenn ein Kind hartnäckig Schreibfehler macht, kann eine Legasthenie dahinter stecken. Das Problem wird meist in den ersten Schuljahren erkannt. Erste Anzeichen gibt es schon früher.

Zu Beginn der Schullaufbahn sind die ersten Schreibversuche mitsamt ihren Schreibfehlern noch reizend – und völlig normal. Doch nicht alle Schüler verinnerlichen die Rechtschreibung nach und nach. Sie kämpfen selbst als Erwachsene noch mit dem Lesen und Schreiben. Das ist keine Frage des Willens oder der Intelligenz, sondern eine Wahrnehmungsstörung, der Dyslexie oder Legasthenie.

Lesen und sehen Sie hier mehr…..

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Labyrinthe

Labyrinthe oder Irrgärten haben die Menschheit schon immer fasziniert. Denken wir an das Labyrinth von Minos aus der griechischen Mythologie. Aber auch heutzutage sind Laimagebyrinthe beliebt.
Auch Kinder finden Labyrinthe faszinierend. Somit sind Labyrinthe hervorragend geeignet, um Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Raum-Lageorientierung zu trainieren. Am besten machen Sie das folgendermassen:
  • Geben Sie Ihrem Kind ein Labyrinth.
  • Es soll zunächst versuchen, NUR mit den Augen den Weg durch das Labyrinth zu finden.
  • Wenn das zu schwierig ist, oder wenn es den Weg mit den Augen gefunden hat, soll es den Weg NUR mit dem Finger nachfahren.

Wenn das funktioniert, soll es den Weg mit einem Stift nachzeichnen. Dabei soll das Kind versuchen, die Wände des Labyrinths nicht zu berühren.

Wichtig: Achten Sie darauf, dass das Labyrinth nicht zu schwierig ist, aber auch nicht zu leicht ist.

Stephany Koujou hat mit dem Programm Hexmaze einige Labyrinthe in verschiedenen Schwierigkeitsgraden erstellt.

DOWNLOAD

Sie wollen noch mehr Labyrinthe? Dann schauen Sie folgende Links an:
  • Die zertifizierten Legasthenietrainer und –trainerinnen stellen jede Menge Labyrinthe zur Verfügung: hier
  • Meine Labyrinthe finden Sie hier
  • Noch mehr Information zu Labyrinthen und Irrgärten gibt es hier.
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Wahrnehmungsübungen

Was passt besser zum Schulanfang als Wahrnehmungsübungen mit Schulsachen? Die Kinder sollen die Schulsachen nachfahren, Fehler finden, sich merken, wo die Sachen sind, Reihen vervollständigen, nachmalen, usw.
Diese Übungen trainieren Aufmerksamkeit und visuelle und räumliche Wahrnehmung. Wie immer sind die Blätter schlicht gestaltet, damit die Kinder keinen unnötigen Reizen ausgesetzt sind.
Diese Übungen wurden von meiner Freundin und Arbeitskollegin Stephany Koujou gestaltet und Ihnen gratis zur Verfügung gestellt.
 
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Dyskalkulie vs Erworbene Rechenschwäche

Was ist Dyskalkulie?

Dyskalkulie ist eine sogenannte Rechenschwäche, die den gleichen Ursprung wie Legasthenie hat. Sie sind beide vererbt, das heisst genbestimmt. Sie können also durch Vererbung weitergegeben werden. Daher handelt es sich um Eigenschaften, die das ganze Leben vorhanden sind. Der Betroffene kann aber lernen, damit gut umzugehen. 

Von einer Dyskalkulie kann man also sprechen, wenn der oder die Betroffene beim Zählen und Rechnen durch eine spezielle Fehlersymptomatik auffällt, in anderen Bereichen jedoch durchschnittliche bis überdurchschnittliche Leistungen erbringt. Dyskalkulie ist also auf keinen Fall mit einem Mangel an Intelligenz gleichzusetzen. Ursachen sind wie bereits erwähnt, genetisch bedingte Teilleistungsschwächen. Durch eine differente Wahrnehmung in den Bereichen des Hörens, des Sehens und / oder der Raumwahrnehmung kommt es zu einer zeitweisen Unaufmerksamkeit, wenn das Kind mit Zahlen in Kontakt kommt. Die Folgen daraus sind wiederum Fehler wie Zahlenverwechslungen, Auslassungen und Umkehrungen. Generell wird für die Rechenarbeiten eine überdurchschnittlich lange Zeit benötigt.
Betroffene haben enorme Schwierigkeiten, ähnlich Klingendes oder ähnlich Aussehendes zu unterscheiden (differenzieren). Ausserdem können sie sich Gehörtes oder Gesehenes nur schwer merken und abspeichern und/oder nehmen die Reihenfolge nicht korrekt wahr.

Dyskalkulie tritt in vielen Fällen gemeinsam mit einer Legasthenie auf. Es bereiten also nicht nur Zahlen, sondern auch Buchstaben Probleme. Eine isolierte Dyskalkulie kommt nicht sehr häufig vor.
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Dyskalkulie bedeutet, dass der Betroffene kein Verständnis von Mengen und Grössen hat und ein Defizit in der Beherrschung der grundlegenden Rechenfertigkeiten wie Plusrechen, Minusrechnen, Mal- und Geteiltrechnen. Die höheren mathematischen Fähigkeiten sind weniger betroffen. Auffälligkeiten sind daher bereits in den ersten zwei Grundschuljahren zu bemerken. Das Vor- und/oder Rückwärtszählen können Schwierigkeiten bereiten. Auch gibt es Unsicherheit beim Zehnerüberschritt sowie eine Orientierungslosigkeit im 10-er, 20-er oder 100-er Raum. Das kleine 1×1 bereitet Legasthenikern sowie dyskalkulen Menschen unheimlich grosse Schwierigkeiten und können kaum abgespeichert werden.
Dyskalkulen Kindern fehlt das Fundament des rechnerischen Verständnisses. Ein aufbauender mathematischer Gedanke kann gar nicht verstanden werden, dafür fehlt es an elementaren Grundlagen.
Aber auch ein dyskalkules Kind kann gut rechnen lernen. Es benötigt dafür allerdings eine spezielle Didaktik, mehr Zeit und mehr Zuwendung. Je früher eine Dyskalkulie erkannt und trainiert wird, umso grösser sind die Chancen, dem Kind einen ganz normalen Schul- und Lebensweg zu ermöglichen.

Im Gegensatz zur genetisch bedingten Dyskalkulie wird eine erworbene Rechenschwäche durch bestimmte Ereignisse im Leben eines Kindes hervorgerufen: Probleme in der Schule oder mit den Eltern, Krankheit, Umzug, Scheidung, Tod in der Familie etc. Die Symptome einer erworbenen Rechenschwäche sind denen einer Dyskalkulie sehr ähnlich. Während jedoch reines Rechentraining bei einem dyskalkulen Kind kaum bis gar nicht Erfolg bringt (häufig macht es die Sache nur noch schlimmer), kann eine erworbene Rechenschwäche mit einem kontinuierlichen und konsequenten Training relativ gut behoben werden.

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ClaroRead eine Software für Legastheniker

Ich habe eine kleine Macke: Jeder „Fünflieber“(5 CHF) geht bei mir in eine Tasse. Sobald diese voll ist, kaufe ich „mir“ etwas Schönes.
Zuerst dauert es fast ein Jahr, bis sie voll ist und dann fasst sie rund 450 CHF.
Letztes Jahr im Sommer, (Ja, sie ist schon wieder fast voll) kaufte ich für Giosuè ein ClaroRead Plus V5. 
ClaroRead wird erfolgreich zur Unterstützung
von Menschen mit Lese-Rechschreib-Schwierigkeiten eingesetzt.
Nicht nur legasthene Kinder,Erstleser, Kinder in der Grundschule und Fremdsprachige können ClaroRead einsetzen. Auch viele Erwachsene mit Legasthenie erfahren mit diesem Werkzeug eine willkommene Hilfe beim Lesen wie auch beim Verfassen von Texten. 
Meine aller erste Erfahrung war ein wenig ernüchternd. Ich hatte die 451 CHF  gespart was die Software kostete, aber die Rechnung belief sich auf 519 CHF. Alle Preise werden auf der HP von Claroread ohne MwSt. und Spesen angegeben.
Nach vielen Telefonaten wurde mir aber sehr kulant diese grosse Summe von ClaroRead erlassen. (In der CH ist es üblich, das die MwSt. bereits immer im Preis erhalten ist!).
Die Software ClaroRead Plus V5, an sich aber ist eine tolle Hilfe!
Die Installation und Handhabung ist kinderleicht und benutzerfreundlich. Es läuft fast alles über Bilder und so ist das installieren „bubileicht“. Giosuè freut sich, endlich ein wenig im Netz surfen zu können und sich alles vorlesen zu lassen. Mich entlastet das auch sehr, denn es war ich, die ihm vorlesen musste.
Super schnell, kann man das Programm hinzuziehen, oder es genauso schnell wieder abstellen.
Man kann zwischen acht Stimmen wählen. Vier Damen und vier Herren. Zu meinem Erstaunen, ist die Qualität und das Vorlesen, der Tonfall sehr natürlich. Vielleicht klingt ein „Triceratops“, oder „Obi-Van“ und „Darth Vader“ ein wenig unbeholfen, normale Texte jedoch werden genial wiedergegeben!
Man kann mit ClaroRead noch ganz viele Sachen machen, die bei uns noch nicht genutzt werden.
Wie z.B. Texte einscannen, natürlich kann man seine eigene Texte verfassen und vorlesen lassen.
Eingescannte Texte kann man auf MP3 speichern, ClaroRead besitzt Wort-vorher-sagen und Wort-ansagen.
Wir haben uns für die Software plus USB Stick entschieden, denn je mehr Giosuè wächst, um so mehr kann er es brauchen.So kann er den Stick überall mithin nehmen, ohne dass die Einstellungen glöscht werden.
Unabhängigkeit ist hier die Devise!
Durch diese Software erfahren Legastheniker grosse Unabhängigkeit.

Trotz sehr hohen Anschaffungskosten, würde ich ClaroRead jeder Zeit empfehlen.
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Alles verdreht? Sekundarstufe

Es ist Heike Kuhn-Bamberger ein grosses Anliegen, motivierendes Übungsmaterial für Schüler zu entwickeln, das zu guten Erfolgen führt. Daher veröffentlicht sie Inhalte, die sich in der Praxis ganz besonders bewährt haben.
  • Verdrehte oder gespiegelte Buchstaben? 
  • Verwechslung ähnlich aussehender Buchstaben?
  • Buchstabenauslassungen?
Legasthene Kinder setzen die Seh- und/ oder Hörreize oft anders um als Nicht-Legastheniker – auch wenn sie gut hören und sehen. Dies führt zu großer Anstrengung und Aufmerksamkeitsschwankungen, welche wiederum zu Fehlern beim Schreiben und Lesen führen können. 
Die typischen Buchstabenverwechslungen und –verdrehungen lassen sich deutlich reduzieren, wenn neben dem eigentlichen Schreiben-Üben Übungen zur Schärfung derjenigen Sinneswahrnehmungen durchgeführt werden, die Voraussetzung zum Schreiben sind.

Mit „Alles verdreht Sekundarstufe“ bekommen die SchülerInnen ein Übungsmaterial an die Hand, mit dem sie vor allem die Optische Differenzierung und den Raumlagebereich trainieren können.
Die Optische Differenzierung braucht man zum Beispiel, um ähnlich aussehende Dinge unterscheiden zu können. Diese Funktion ist also auch notwendig, um beispielsweise „m“ und „n“ oder „h“ und „k“ nicht zu verwechseln. Nur bei richtiger Erkennung funktioniert das Abschreiben fehlerfrei.
Zum Bereich Raumlage gehört, dass man die Lage von Dingen im Raum richtig einschätzen kann. Dies ist wichtig um beispielsweise das Zeichen „d“ von „q“, „b“ und „p“ unterscheiden zu können. Auch der richtige Blick dafür, wo man im Heft zu schreiben beginnen sollte oder wie die Abstände zwischen die Wörter verteilt werden sollen oder in welche Richtung geschrieben wird, hängt mit der Raumlage zusammen.
Auch die Fortsetzung von „Alles verdreht“  ist 
ein wunderbares Übungsfeld für Kinder, die auch noch  in der Oberstufe  mit den Buchstaben zu kämpfen haben.
Dieses Buch enthält wunderbare Übungen! 

Dieses Buch ist als Download (Pdf) oder E-Book erhältlich 
ab 2.90 -6.60 Euro
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Die AFS-Methode

Die AFS-Methode ist ein pädagogisch-didaktischer Förderansatz für Menschen mit Legasthenie, LRS und Dyskalkulie. Die üblichen Methoden, die Kulturtechniken Schreiben/Lesen oder auch Rechnen zu erlernen, werden beim legasthenen oder dyskalkulen Kind nicht zum gewünschten Erfolg führen, da sie eine andere Lernfähigkeit haben. Vielmehr muss der Unterricht drei grundlegende Anforderungen erfüllen:


A – Training der AUFMERKSAMKEIT

Wenn sie mit Buchstaben arbeiten müssen, werden legasthene Menschen schnell unaufmerksam. Sie werden daher oftmals als „unkonzentriert“ oder „abgelenkt“ erlebt. Allerdings können sie sich bei anderen Tätigkeiten oft stundenlang konzentrieren. Für die Verbesserung der Leistungen im Schreiben oder Lesen, ist es aber von grosser Wichtigkeit, ganz „bei der Sache“ zu sein. Spezielle Übungen helfen dem Kind zu lernen, die Gedanken und das Handeln über einen längeren Zeitraum in Einklang zu bringen und die Aufmerksamkeit bewusst zu steigern, wenn es schreibt oder liest.

F – Training der FUNKTIONEN (Sinneswahrnehmungen)

Legasthene Kinder haben in den Bereichen Optik, Akustik, Körperschema und Raumwahrnehmung eine etwas andere Wahrnehmung als nicht betroffene Kinder. Das erschwert ihnen das richtige Schreiben oder Lesen. Zunächst muss genau abgeklärt werden, welche Sinneswahrnehmungen beim jeweiligen Kind betroffen sind. (Das mittels AFS-Testung).Das Training dieser Bereiche erfolgt dann auf spielerische Art und Weise.

S – Training der SYMPTOMEN

Training der Symptome bedeutet Training an den Fehlern, die ein Kind beim Schreiben oder Lesen macht. Auch das legasthene Kind lernt Schreiben nur durch Schreiben, Lesen nur durch Lesen! Entscheidend für den Lernerfolg ist aber, dass das Üben dort beginnt, wo das Kind steht – unabhängig vom Stoff, der gerade in der Schule dran wäre. Und genauso wichtig ist, dass das Üben langsam, vertiefend, in kleinen Lernschritten und mit allen Sinnen erfolgt.
Nur wenn sich diese drei Komponenten, plus dem Lobes- und Zeitfaktor, ineinander wirken, kann man dem legasthenen Kind eine angemessene Hilfestellung geben. Das Eine funktioniert nicht ohne das Andere. Und im Mittelpunkt steht immer das Kind mit seiner eigenen Persönlichkeit, seinen Begabungen, seinen Bedürfnissen und seiner individuellen Legasthenie.

 

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