Üben ist wichtig – aber nicht um jeden Preis

Bei aller Wichtigkeit des Übens darf die Freizeit nicht zu kurz kommen. Nur wenn das Kind das Gefühl hat, auch noch „leben“ zu können, wird es auch Ausdauer und Kraft für Zusatzübungen haben. Treffen Sie daher Vereinbarungen, wann wie viel geübt wird. Erfolg versprechend ist es, regelmäßig zu üben, beispielsweise jeden Montag bis Samstag. Dabei sollte die Übungszeit nicht zu lange sein, da dies schnell zu Verdruss führen könnte.

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Lieber nur dreimal wöchentlich 15 bis 20 Minuten üben, aber dafür ganz regelmäßig. Auch 10 Minuten täglich können schon gute Fortschritte bringen. Wichtig ist auch, dass Sie die ausgemachte Zeit nicht überziehen, auch wenn es mit dem Üben mal besonders gut läuft. Vielleicht denkt das Kind sonst, die Zeit wird jedes Mal ausgedehnt, wenn es sich sehr anstrengt. Dagegen wird das Kind, wenn es merkt, dass die Übungszeit ja so schnell vorüber war, umso lieber am nächsten Tag weitermachen, da es ja gar nicht schlimm war.

Text: Heike Kuhn-Bamberger, Vorstandsmitglied des DVLD e.V., Diplomierte Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin (EÖDL), Buchautorin

Seite von Heike Kuhn-Bamberger

Bild: Wikimedia Commons

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Computer lesefreundlich einstellen

In den vergangenen Wochen hat Stephany Koujou für den EÖDL verschiedene Schriftarten vorgestellt, die speziell für legasthene Menschen entwickelt wurden. Letzte Woche haben wir gezeigt, wie man mit einigen einfachen Tipps den Unterricht legasthenfreundlicher gestalten kann. Heute möchten wir auf die Lesbarkeit von Webseiten und Emails eingehen. Untersuchungen haben gezeigt, dass man am Computer bis zu 25% langsamer liest. Von daher ist eine gute Lesbarkeit der Webseite sehr wichtig. Einige Tipps für Gestalter von Webseiten:

  • Die Navigation sollte einfach sein. Eine Sitemap ist hilfreich.
  • Verwenden Sie Bilder und Grafiken abwechselnd mit Text. Beachten Sie allerdings, dass bei zuvielen Bildern die Seite langsamer lädt.
  • Verzichten Sie auf bewegenden Text. Dieser kann von Lesesoftware nicht gelesen werden.
  • Verzichten Sie auf Text in verschiedenen Farben. Das kann verwirrend sein.
  • Wenn möglich, bieten Sie den Nutzern die Möglichkeit, selber die Schriftart und -größe sowie Hintergrund- und Textfarbe einzustellen.

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Auch wenn eine Webseite diese Möglichkeit nicht bietet, gibt es allerdings keinen Grund, auf diese Seite zu verzichten. Mit folgenden Tricks können Sie Ihren Computer/Programme und andere Geräte insgesamt lesefreundlicher machen:

Lesen Sie HIER, wie man Computer, Email, Internet & Co lesefreundlicher einstellen kann.

 

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Legasthenfreundliche Arbeitsblätter

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Stephany Kouyou hat für den EDÖL in den vergangenen Wochen verschiedene Schriftarten, die für legasthene Menschen geeignet sind, vorgestellt. Empirische Untersuchungen haben gezeigt, dass legasthene Menschen eine serifenlose Schriftart bevorzugen. Dabei ist es wichtig, dass die Buchstaben alle gut voneinander zu unterscheiden sind und dass der Buchstabenabstand zwischen den einzelnen Buchstaben etwas grösser ist. Das verbessert die Lesbarkeit.                      
Aber die beste Schriftart hilft nichts, wenn das Arbeitsblatt dazu nicht passt. Daher gibt sie einige Tipps zur Gestaltung von Arbeitsblättern. In den Schulen passiert es leider noch allzu oft, dass die Schriftgrösse auf den Blättern viel zu klein ist, oder dass sehr viel Information auf einem Blatt ist. Einige Probleme und einfache Lösungen dazu:

  • Problem: Zuviel Text auf einem Blatt. Das verunsichert legasthene Kinder.
  • Lösung: Verteilen Sie den Text in mehrere Paragraphen.
  • Problem: Sehr lange und/oder undeutliche Beschreibung der Aufgabe.
  • Lösung: Kurze klare Aufgaben.
  • Problem: Viele Bilder und Text auf einem Blatt. Das Lay-out kann verwirrend sein.
  • Lösung: Genügend Platz zwischen Text und Bild. Es sollte auch klar sein, welcher Text zu welchem Bild gehört.
  • Problem: Blocksatz
  • Lösung: Flattersatz

Bitte lesen Sie hier den ganzen Text

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Sinb Lehkasteniger dumm umb Fual? (Puls Sendung)

Wenn ein Kind hartnäckig Schreibfehler macht, kann eine Legasthenie dahinter stecken. Das Problem wird meist in den ersten Schuljahren erkannt. Erste Anzeichen gibt es schon früher.

Zu Beginn der Schullaufbahn sind die ersten Schreibversuche mitsamt ihren Schreibfehlern noch reizend – und völlig normal. Doch nicht alle Schüler verinnerlichen die Rechtschreibung nach und nach. Sie kämpfen selbst als Erwachsene noch mit dem Lesen und Schreiben. Das ist keine Frage des Willens oder der Intelligenz, sondern eine Wahrnehmungsstörung, der Dyslexie oder Legasthenie.

Lesen und sehen Sie hier mehr…..

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Der Livescribe-Stift – Technik für Legastheniker

Der Livescribe-Stift – Technik für Legastheniker

David Gerlach stellt in seinem neusten Blogbeitrag den Livescibe -Stift vor.Er hatte davor schonmal ein Video gepostet, in dem das Konzept vorgestellt wird.
Es ist eine Technologie, die Fortschritte und Hoffnung macht für legasthene Menschen.
 
 
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Adventskalender 2012

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Bald ist es wieder soweit. Weihnachten steht vor der Tür! Der Duft von (selbstgebackenen) Plätzchen und Tannenzweigen füllt die Häuser. Viele Kinder sind schon aufgeregt und fragen sich, was der Weihnachtsmann oder das Christkind wohl bringen.
Um die Wartezeit zu verkürzen, hat Stephany Koujou für den EÖDL einen Adventskalender erstellt. Jeden Tag gibt es eine Übung, die die Wahrnehmungen schärft und keine Langeweile aufkommen lässt: nachspuren, Puzzles, Gewimmel, rechts oder links, usw. Die meisten Übungen sind mehrfach differenziert, so dass möglichst viele Kinder ihre Freude daran haben.
 
VIEL SPASS!
 
Heute öffnet sich das erste Türchen: ZUM ADVENTSKALENDER
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Wahrnehmungsübungen

Was passt besser zum Schulanfang als Wahrnehmungsübungen mit Schulsachen? Die Kinder sollen die Schulsachen nachfahren, Fehler finden, sich merken, wo die Sachen sind, Reihen vervollständigen, nachmalen, usw.
Diese Übungen trainieren Aufmerksamkeit und visuelle und räumliche Wahrnehmung. Wie immer sind die Blätter schlicht gestaltet, damit die Kinder keinen unnötigen Reizen ausgesetzt sind.
Diese Übungen wurden von meiner Freundin und Arbeitskollegin Stephany Koujou gestaltet und Ihnen gratis zur Verfügung gestellt.
 
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Reime, phonologische Bewusstheit

Eine beliebte Übung zur phonologischen Bewusstheit sind Reimwörter. Oft werden die Reimwörter durch Bilder dargestellt, damit auch Vorschulkinder die Übungen machen können. Allerdings ist es oft so, dass die Kinder (bzw. die Eltern) gar nicht wissen, was das Bild darstellen soll. Ist es eine Hecke oder ein Zaun? Ist der Mund gemeint oder die Nase? Um dieser Verwirrung zuvorzukommen, hat Stephany Koujou, meine Trainerkollegin aus Deutschland, eine Datei mit einer extra Wortschatzübung gemacht. Zuerst schaut man mit dem Kind die Bilder an und liest die Wörter vor. Wenn die Kinder schon lesen können, lesen sie diese selbst. Dann soll das Kind Bild und Wort miteinander verbinden. Wenn das Kind die Wörter sicher beherrscht, kann man die Reimübungen machen.Die Reimübungen sind dreifach differenziert: Bild mit Bild, Wort und Bild mit Bild und Wort oder Bild mit Wort verbinden. DOWNLOAD
 
Bitte beachten Sie das tolle Angebot von Stephany Koujou, das sie alles  selbst erstellt.
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Tintenklex eine Lernsoftware

Die Lernsoftware Tintenklex nutzt den Effekt, dass für viele Kinder das Üben am Computer eine hohe Motivation bedeutet. Unterschiedliche Übungsstufen setzen dabei am Leistungsniveau jedes Einzelnen an. Die Lerninhalte der Klassenstufen 1 bis 6 sind therapeutisch aufbereitet. Mit Tintenklex übt jedes Kind in seinem Tempo. Wer mit dem ersten Tipp für die Antwort nicht richtig liegt, erhält eine weitere Chance. Korrekturen ohne Kritik führen langsam und stetig zum Erfolg. 
Die grosse Variation der Arbeitsaufträge lässt keine Langeweile aufkommen. In Übereinstimmung mit der Software, können  auch kostenloseOnline-Übungen direkt im Internet gelöst werden. Die Spiele die Online angeboten werden, sind sehr wertvoll und reichhaltig. Hier kann man spielerisch lernen und an der Verbesserung der Legasthenie trainieren.Man gibt das Alter und die Klasse an und die Übungen passen sich indviduell an.Auch wählt man das Fach, indem man spielen will.
Ich finde Tintenklex sehr spannend. Es ist einer der bevorzugten Software, die mein Sohn spielt.
Eine Lizenz kostet nur knapp 50 Euro und  dafür bekommt man eine therapeutisch wertvolle Software. Tintenklex bietet auch Hilfe für erwachsene Legastheniker und bei Dyskalkulie und macht somit ein übergreifendes Training möglich. Mit der Kombination aus schneller Fehlerreduzierung, gesundem Feedback und Übungsvielfalt, leistet Tintenklex einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung bei Legasthenie.
Auch hier gilt, dass diese Software kein Training ersetzt, aber für ein Spiel zwischendurch ist sie mehr als geeignet! Meine Söhne lieben das Memory, Klexklick und Wortregen…ach, eigentlich alle!
Und übrigends: der LURS empfiehlt Tintenklex auch..aber dieser Fiesling stelle ich euch ein anderes mal vor!
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Alles verdreht? Sekundarstufe

Es ist Heike Kuhn-Bamberger ein grosses Anliegen, motivierendes Übungsmaterial für Schüler zu entwickeln, das zu guten Erfolgen führt. Daher veröffentlicht sie Inhalte, die sich in der Praxis ganz besonders bewährt haben.
  • Verdrehte oder gespiegelte Buchstaben? 
  • Verwechslung ähnlich aussehender Buchstaben?
  • Buchstabenauslassungen?
Legasthene Kinder setzen die Seh- und/ oder Hörreize oft anders um als Nicht-Legastheniker – auch wenn sie gut hören und sehen. Dies führt zu großer Anstrengung und Aufmerksamkeitsschwankungen, welche wiederum zu Fehlern beim Schreiben und Lesen führen können. 
Die typischen Buchstabenverwechslungen und –verdrehungen lassen sich deutlich reduzieren, wenn neben dem eigentlichen Schreiben-Üben Übungen zur Schärfung derjenigen Sinneswahrnehmungen durchgeführt werden, die Voraussetzung zum Schreiben sind.

Mit „Alles verdreht Sekundarstufe“ bekommen die SchülerInnen ein Übungsmaterial an die Hand, mit dem sie vor allem die Optische Differenzierung und den Raumlagebereich trainieren können.
Die Optische Differenzierung braucht man zum Beispiel, um ähnlich aussehende Dinge unterscheiden zu können. Diese Funktion ist also auch notwendig, um beispielsweise „m“ und „n“ oder „h“ und „k“ nicht zu verwechseln. Nur bei richtiger Erkennung funktioniert das Abschreiben fehlerfrei.
Zum Bereich Raumlage gehört, dass man die Lage von Dingen im Raum richtig einschätzen kann. Dies ist wichtig um beispielsweise das Zeichen „d“ von „q“, „b“ und „p“ unterscheiden zu können. Auch der richtige Blick dafür, wo man im Heft zu schreiben beginnen sollte oder wie die Abstände zwischen die Wörter verteilt werden sollen oder in welche Richtung geschrieben wird, hängt mit der Raumlage zusammen.
Auch die Fortsetzung von „Alles verdreht“  ist 
ein wunderbares Übungsfeld für Kinder, die auch noch  in der Oberstufe  mit den Buchstaben zu kämpfen haben.
Dieses Buch enthält wunderbare Übungen! 

Dieses Buch ist als Download (Pdf) oder E-Book erhältlich 
ab 2.90 -6.60 Euro
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