Elternratgeber

Frau Dr. Kopp-Duller kämpft seit Jahren für die Anerkennung legasthener Menschen und gegen eine Stigmatisierung. Gemeinsam setzen sich Legasthenietrainer ein und klären darüber auf, dass ein Legastheniker, weder krank, noch gestört oder gar behindert ist!

Dr. Astrid Kopp-Duller, 1995:
«Legasthenie und Dyskalkulie sind keine Schwächen, Störungen, Krankheiten oder gar Behinderungen! Eine Pathologisierung der Themen darf nicht toleriert werden, weil damit vielen Betroffenen Schaden zugefügt wird. Nur ein geringer Teil der Menschen mit Schreib-, Lese- oder Rechenproblemen benötigt ausser der Hilfe auf pädagogisch-didaktischer Ebene auch die Hilfe von Seiten der Gesundheitsebene!»

Ihren Elternratgeber: „Legasthenie und LRS. Der praktische Ratgeber für Eltern“Stellt ihnen Frau Dr. Kopp – Duller gratis zur Verfügung.

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Zuerst schildert das Buch einige Beispiele aus dem Alltag eines legasthenen Kindes. Dann wird erklärt, was Legasthenie ist, was der Unterschied zu LRS ist, auf welche Hinweise Eltern und Lehrkräfte achten sollten und wie wichtig die Förderung der Sinneswahrnehmungen ist, damit auch ein legasthenes Kind gut Lesen und Schreiben lernen kann.

 Hier kommen Sie zum Buch.Es ist auch als Taschenbuch bei Ex-libris und Amazon zu erwerben.

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LeseHund

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Zufällig habe ich auf „3Sat heute“ einen interessanten Bericht gesehen. Darin ging es um Legasthenie, Hunde und um das Lesen. Eine äusserst interessante Mischung.

Lesen stellt für viele Schulkinder eine ernsthafte Hürde da. Für Kinder mit einer Legasthenie oder Leseschwäche aber auch für Kinder mit Migrationhintergrund, mangelndem Selbstvertrauen oder Behinderung würde in München das Projekt „Lesehund“ ins Leben gerufen. Diese Bewegung kommt aus den USA und Canada und wird seit ganz vielen Jahren erfolgreich eingesetzt.

Das ehrenamtliche Projekt von Tiere-helfen-Menschen e.V. und Streichelbande e.V. bietet Schülern mit Leseschwierigkeiten die Möglichkeit an, wöchentlich einem Lese-Hund vorzulesen. Damit sollen sie Ängste und Hemmungen abbauen, die Freude an Büchern wiederentdecken und bessere Noten in der Schule erzielen.

Studien und zahllose Berichten, beweisen, dass dieses Programm den Kindern mit Leseschwäche eine immense Hilfe bedeutet, nicht nur das Vorlesen, sondern die allgemein positive Wirkung auf das Schulerlebnis. Auch in den anderen Fächern merken die Lehrer eine positive Wirkung auf das Interesse am Unterricht.

Hier können Sie mehr über das Projekt erfahren, dass es bislang leider nur in München gibt.

 

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Legasthenietherapie vs.Legasthenietraining

Oft werde ich gefragt, weshalb ich immer von Legasthenietraining spreche und nicht von Therapie.

Da ein legasthener Mensch nicht an einer Störung, Behinderung oder gar Krankheit leidet, braucht er auch keine Therapie. „Therapie“ übersetzt vom griechischen Wort „therapeúein“ heisst: „Methode zur Heilung einer Krankheit“, „Heilung“,  dies bedeutet, dem Mensch eine bestimmte Behandlung, Heilverfahren, die zu seiner Gesundung beizutragen hat, zu geben.

Der Begriff „Training“ bedeutet im Allgemeinen alle Prozesse, die eine positive Entwicklung hervorrufen sollen. Im englischen wird es als Ausdruck für: „Übung, Schulung, Lehrgang, Weiterbildung, Dressur, Abrichtung“ angewendet.

Ein bestimmtes Training kann den Menschen sowohl auf der körperlichen als auch auf der kognitiven und emotionalen Ebene helfen und vielerlei Effekte hervorrufen. Insofern passt das Wort Training im Falle der Legasthenie. Wir versuchen legasthenen Menschen mit dem AFS Training zu fördern und der Legasthenie, die eine lebenslange differente Wahrnehmung – und keine Krankheit! – ist, entgegen zu wirken.

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Der legasthene Mensch

Es gibt Hoffnung für legasthene und dyskalkule Menschen!
cover-itunes-producer_225x225-75Legasthenie oder Dyskalkulie ist keine Schwäche, Störung, Krankheit oder gar Behinderung. Es sind jedoch komplexe Phänomene, die sich negativ und daher lebensbestimmend für Betroffene auswirken können. Helfen Sie deshalb Ihrem Kind rechtzeitig, wenn es Schreib-, Lese- oder Rechenschwierigkeiten hat, damit es zu keinen zusätzlichen psychischen Komplikationen kommt. Verständnis und eine individuelle Methodik sichern den Erfolg!

„Der legasthene Mensch“ ist das erste Buch von Frau Dr. Astrid Kopp-Duller, dass ich in meiner Ausbildung zur dipl. Legasthenietrainerin gelesen, –und– verstanden habe! (Davor hatte ich bestimmt schon 7 oder 8 Ratgeber gewälzt). Frau Dr.Duller versteht es hervorragend Legasthenie und deren Testmethode und Trainingansatz zu erklären. Dies ohne mit Fremdwörter um sich zu werfen, so dass es auch für jeden nachvollziehbar bleibt.Es ist für Lehrer, Eltern, Betroffene und Trainer (Therapeuten) gleichermassen geeignet und wärmstens zu empfehlen.

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Momentan ist es für nur 2 CHF im Appstore als Leseapp erhältlich! HIER

Oder bei Exlibris für 18.30 CHF

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Die AFS-Methode

Die AFS-Methode ist ein pädagogisch-didaktischer Förderansatz für Menschen mit Legasthenie, LRS und Dyskalkulie. Die üblichen Methoden, die Kulturtechniken Schreiben/Lesen oder auch Rechnen zu erlernen, werden beim legasthenen oder dyskalkulen Kind nicht zum gewünschten Erfolg führen, da sie eine andere Lernfähigkeit haben. Vielmehr muss der Unterricht drei grundlegende Anforderungen erfüllen:


A – Training der AUFMERKSAMKEIT

Wenn sie mit Buchstaben arbeiten müssen, werden legasthene Menschen schnell unaufmerksam. Sie werden daher oftmals als „unkonzentriert“ oder „abgelenkt“ erlebt. Allerdings können sie sich bei anderen Tätigkeiten oft stundenlang konzentrieren. Für die Verbesserung der Leistungen im Schreiben oder Lesen, ist es aber von grosser Wichtigkeit, ganz „bei der Sache“ zu sein. Spezielle Übungen helfen dem Kind zu lernen, die Gedanken und das Handeln über einen längeren Zeitraum in Einklang zu bringen und die Aufmerksamkeit bewusst zu steigern, wenn es schreibt oder liest.

F – Training der FUNKTIONEN (Sinneswahrnehmungen)

Legasthene Kinder haben in den Bereichen Optik, Akustik, Körperschema und Raumwahrnehmung eine etwas andere Wahrnehmung als nicht betroffene Kinder. Das erschwert ihnen das richtige Schreiben oder Lesen. Zunächst muss genau abgeklärt werden, welche Sinneswahrnehmungen beim jeweiligen Kind betroffen sind. (Das mittels AFS-Testung).Das Training dieser Bereiche erfolgt dann auf spielerische Art und Weise.

S – Training der SYMPTOMEN

Training der Symptome bedeutet Training an den Fehlern, die ein Kind beim Schreiben oder Lesen macht. Auch das legasthene Kind lernt Schreiben nur durch Schreiben, Lesen nur durch Lesen! Entscheidend für den Lernerfolg ist aber, dass das Üben dort beginnt, wo das Kind steht – unabhängig vom Stoff, der gerade in der Schule dran wäre. Und genauso wichtig ist, dass das Üben langsam, vertiefend, in kleinen Lernschritten und mit allen Sinnen erfolgt.
Nur wenn sich diese drei Komponenten, plus dem Lobes- und Zeitfaktor, ineinander wirken, kann man dem legasthenen Kind eine angemessene Hilfestellung geben. Das Eine funktioniert nicht ohne das Andere. Und im Mittelpunkt steht immer das Kind mit seiner eigenen Persönlichkeit, seinen Begabungen, seinen Bedürfnissen und seiner individuellen Legasthenie.

 

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Der AFS Test

Der AFS Test ist ein pädagogisches Testverfahren und wurde speziell dafür entwickelt, die individuelle Legasthenie eines Kindes auf eine rasche und effiziente Weise, festzustellen und zu kategorisieren.
Mit einem neuem Computertestverfahren, dem sogenannten: DYSLEXIA SCREENING VERFAHREN kann man sehr schnell und sicher eine eventuell vorliegende Legasthenie, LRS oder Dyskalkulie erkennen.
Man geht davon aus, dass die Aufmerksamkeit bei legasthenen Kinder sehr stark schwankt und nachlässt, wenn es mit Buchstaben oder Zahlen in Kontakt kommt. Also beim Schreiben, Lesen oder Rechen. Ihre Sinneswahrnehmungen finden bei diesen Tätigkeiten differenziert statt. Sie können in den Bereichen der Optik, Akustik, Raumorientierung und Körperschema anders sein. Weiter produziert es im Lesen, Schreiben oder Rechnen immer wieder dieselben Fehler.
Z.B das Verdrehen, weglassen, hinzufügen von Buchstaben, Dehnungs- und Schärfungsfehler.
Fehler bei der Gross- und Kleinschreibung.
Wörter, die dem Betroffenen bekannt sind, werden falsch geschrieben. Es kann sogar vorkommen, dass ein Wort in einem Text mehrmals unterschiedlich geschrieben wird (viele, vile, file, fiele).
Beim Lesen fallen sie unter anderem durch ein sehr geringes Lesetempo und stockendes lesen auf.
Es tritt keine Besserung auf, auch wenn sehr viel zu Hause geübt wird.
Ergeben sich durch Beobachtung bei einem Kind oben genannte Verdachtsmomente, so soll der Test durchgeführt werden.
Der Test beginnt mit dem Messen der Aufmerksamkeit:
Während 12 Minuten wird die Aufmerksamkeit in drei Bereichen getestet. Wichtig sind hier nicht nur die richtigen Lösungen, sondern „Wie gut kann der Testkandidat seine Aufmerksamkeit halten?“
Weiter werden bei den insgesamt acht Funktionstests auch nach dem Akustik-und Optikbereich noch die Raumorientierung und das Körperschema überprüft.
Beim Symptomtest Lesen, Schreiben oder Rechnen werden je 20 Fragen, nach Alter des Testkandidaten gegliedert, vom diplomierten Legasthenietrainer beantwortet, um so eine umfassende Aussage über das Fehlerverhalten treffen zu können. Hier ist fundiertes Fachwissen nötig. Die Analyse von Schulheften und Schriftproben fliesst mit ein. Sowie manchmal zusätzliche Massnahmen, wie z.B. Lese- oder Rechtschreibtest oder Rechentests.

  
Nach der Testung, die ungefähr eine Stunde dauert, kann der Dipl. Legasthenietrainer die individuelle Legasthenie kategorisieren und die spezielle, individuelle, auf das Kind abgestimmte und seinen Bedürfnissen entsprechenden Förderung durchzuführen.
Bei Interesse finden Sie hier eine Einleitung in den AFS Test http://video.legasthenietrainer.com/afs-test-tutorial/
Worüber kann dieses PÄDAGOGISCHE DYSLEXIA SCREENING VERFAHREN keine Aussagen treffen?
– Dieses Verfahren trifft grundsätzlich keine Aussagen über etwaige medizinische oder psychologische Probleme eines Kindes.
– Dieses Verfahren trifft keine Aussagen über die Intelligenz eines Kindes.
– Dieses Verfahren trifft keine Aussagen über Entwicklungsverzögerungen eines Kindes.
– Dieses Verfahren trifft keine Aussagen über psychosomatische oder psychopathologische Probleme eines Kindes.
– Dieses Verfahren trifft keine Aussagen über grob- bzw. feinmotorische Probleme eines Kindes.
– Dieses Verfahren trifft keine Aussagen über Sprech- oder Sprachprobleme eines Kindes.
– Dieses Verfahren trifft keine Aussagen über physische Hör- oder Sehprobleme eines Kindes.
– Dieses Verfahren trifft keine Aussagen über den Lebensbereich, den das Kind umgibt. Sollten sich Verdachtsmomente in einem der genannten Bereiche ergeben, so sind vom diplomierten Legasthenietrainer , von Lehrern oder Eltern, selbstverständlich weitere Spezialisten zu konsultieren.

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Farbenspielerei und Suchmaschine

Meine Kollegin Stephany Koujou, hat etwas ganz tolles auf ihren Blog veröffentlicht.Ich bin fasziniert und muss es mit euch teilen:
Was haben Farben mit einer Suchmaschine zu tun? Wenn man „gelb“ googelt, kommen jede Menge Artikel und Bilder zu der Farbe „gelb“. Das ist schön, aber nicht umwerfend. Absolut umwerfend ist die Farbsuchmaschine „TinEye Labs„. TinEye Labs hat die Farben von 10 Millionen Creative Commons Bildern auf Flickr extrahiert. Bis zu 5 Farben kann man kombinieren. So entstehen sehr farbenfrohe Bilder, die einfach schön zum Anschauen sind oder die im Unterricht eingesetzt werden können (am besten jedoch nochmal das Copyright zu den einzelnen Bildern anschauen!). Einfach ausprobieren! Es ist wunderbar!
Hier geht es zur Farbensuchenmaschine: http://labs.tineye.com/multicolr
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